Selhof braucht seine Bolzplätze am Menzenberg

Bolzplatz an der Menzenberger Straße soll weg –

weitere Sportfläche in Gefahr

gefordert: Verlässlichkeit und Wahrheitstreue 

Am Menzenberg ist die Streichung eines weiteren Bolzplatzes geplant. Er soll weichen für das erhoffte Quartierszentrum des Stadtteils – also für ein zur Förderung u.E. geeignetes Projekt, dessen Entwurf die Grünen (sehr) positiv bewerten. Jedoch geht es um genau jenen letzten verbleibenden Bolzplatz dort, auf dessen Existenz stets verwiesen wurde, um die Streichung des zweiten Menzenberger Bolzplatzes neben der ebenfalls zur Bebauung vorgesehenen Hockeyfläche zu verharmlosen. Seine „gesicherte Existenz“ ist wiederholt zugesagt. Und nun?

Aus vier Sportstätten am Menzenberg eine zu machen, das kann nicht als Bagatelle durchgehen. Zumal an der Königin-Sophie-Straße ebenfalls ein Sportplatz weichen soll samt radikaler Verkleinerung des Pausengeländes bei gleichzeitiger Verdoppelung der Schülerzahl an St Josef. Da läuft etwas ganz gründlich schief: Lebensqualität, Raum für Menschen und innerstädtisches Grün sind wichtiger als Planungsmonumente in der rein quantitativen Orientierung eines Wachstums in Beton. Der Jugend ist heute Platz für Entfaltung zu gewährleisten und morgen kein Sammelsurium an Reparaturen und Rückbauten belastend zu hinterlassen.

Auf diesem Hintergrund beantragen die Grünen, dass der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen am Mittwoch klar sagt: Selhof braucht seine Bolzplätze. Einen Beschluss fasst als unmissverständliches politisches Statement.

Weil das Gelände neben dem Hockeyplatz auch Platz für zwei Kleinfelder böte, schlagen die Grünen die hierfür nötigen und mit wenig Aufwand zu bewerkstelligenden Maßnahmen vor. Die Idee ist bescheiden und beweist Augenmaß. Sie bietet den primär wachstumsbeseelten Parteien die Chance zu beweisen, dass sie die jüngsten Wahlergebnisse verstanden haben. Sich Jugend und nachhaltiger Zukunftssicherung verantwortlich fühlen. Wir sind sehr gespannt. Wenn eine andere Lösung oder eine Modifizierung des Antrags zu entsprechenden Ergebnissen führt, verweigern sich die Grünen bestimmt nicht.

Auf der Ausschusssitzung steht der Antrag nicht allein. Die Grünen setzten weiter auf die Tagesordnung den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Wasserschutzgebiet im Honnefer Süden sowie den wirklich konkreten Einstieg in ein lokales Klimaschutzkonzept. Selbstverständlich erhalten wir unseren Vorschlag aufrecht, bei der Sanierung des Frankenwegs diesen als sogenannte „Fahrradstraße“ auszuführen – also den Radler*innen hier prinzipielle Vorfahrt zu gewähren. Vernunft jedenfalls spricht gegen keinen dieser 3 weiteren Anträge; erkennbar würde eine gewisse neue Sicht.

Burkhard Hoffmeister

Sprecher des OV Bad Honnef

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